Im „Heimathafen“ kommt alles Gute aus
    der Region zusammen

    Bock auf GaragenBier?

    Wer die Heimathafen – Erfurter Braumanufaktur betritt, der merkt: Das ist eine echte Manufaktur. Hier am Erfurter Zughafen wird von Hand gearbeitet und auf kleinem Raum mit kreativen Rezepten großartiges Bier gebraut. Ein kurzer Blick ins Sortiment zeigt: Hops’n’Fruit, Hola, GrünhopfenIPA, Winter-Bock oder Sole Pils sind alles andere als 08/15. Mit solchen saisonalen Sorten ergänzt Braumeister Jan Schlennstedt sein Standardsortiment je nach Anlass und Jahreszeit. Aber selbst seine Dauerbrenner sind alles andere als Standard. Im Grunde haben alle Sorten nur eines gemeinsam: die Heimat.

    Regional ist genial

    Logisch, der Name „Heimathafen“ ist hier Programm. Denn eigentlich kommt fast alles aus der Region. Die Flaschen, das Wasser, die Gerste, der Hopfen, das Malz, die Kronkorken, die Etiketten – und natürlich auch Jan.

    Genau wie seine Frau Katja, die im Hintergrund alles Organisatorische regelt, stammt der 36-Jährige aus dem Kyffhäuserkreis, ist aber in Erfurt geboren. In Hannover hat er seine Ausbildung zum Brauer gemacht und dabei alles gelernt, was man über Bier wissen muss. Im April 2017 ist er im Erfurter Zughafen angekommen und nutzt für seinen „Heimathafen“, was Thüringen zu bieten hat.

    Und das ist eine ganze Menge. Nicht nur die Rohstoffe, sondern auch der Dialog und die Kontakte zu regionalen Partnern sind ihm extrem wichtig. „Ich finde es super, wenn man gemeinsam am Tisch sitzt und die Dinge persönlich absprechen kann. Von unserem Erfurter Bier sollen alle in der Region profitieren. Hauptsächlich natürlich unsere Kunden, aber auch unsere Partner“, sagt Jan Schlennstedt.

    „Warum haben wir Ihr Bier nicht im Regal?“

    Der Vertrieb läuft derzeit ebenfalls hauptsächlich regional. Vor allem in der Erfurter Gastronomie sind die Biere – wenig überraschend – sehr beliebt. Auch der Einzelhandel hat den Heimathafen für sich entdeckt. Schon kurz nach dem Produktionsstart klingelte bei Jan Schlennstedt das Telefon. Am anderen Ende: Ein Erfurter Marktleiter, der ihn fragte: „Warum haben wir Ihr Bier nicht im Regal?“

    Das hat sich natürlich schnell geändert. Und seit Herbst letzten Jahres steht in diesem Markt nicht nur das Standardsortiment, sondern auch eine ganz exklusive Rezeptur für diesen Markt, die es auch nur dort zu kaufen gibt. Ein kleines Dankeschön für jahrelange Treue und Vertrauen.

    Inzwischen ist Heimathafen eine echte lokale Marke und steht in vielen Erfurter Supermärkten und Getränkeshops. Da gerät die Produktion schnell mal an ihre Kapazitätsgrenzen, denn aus Platzgründen wird bei Heimathafen immer abwechselnd entweder gebraut oder abgefüllt.

    Das muss kesseln!

    Die Lagerkapazitäten hat der Braumeister vor einiger Zeit mit einer Crowdfunding-Aktion gesteigert. Kunden und Partner konnten sich mit jeweils 1.000 Euro an seinen neuen Biertanks beteiligen, wofür jeder Investor nicht nur ein Zertifikat und eine Plakette auf dem neuen Tank, sondern auch einen Verzehr-Gutschein in gleicher Höhe bekommen hat. Na dann: Prost!

    Höchste Zeit für ein neues Herzstück: Um nun auch die Produktionskapazität zu erhöhen, hat sich Jan Schlennstedt einen neuen Braukessel zugelegt. Allerdings ist der ein kleines bisschen teurer als ein Tank. Und so kommt der nächste regionale Partner ins Spiel. Weil die Sparkasse Mittelthüringen regionale und nachhaltige Projekte genauso gut findet wie der junge Unternehmer, war sich Jan Schlennstedt mit seinem Berater René Sternkopf vom FirmenkundenCenter der Sparkasse schnell einig.

    Wir durften seinen neuen Braukessel finanzieren und nun läuft die Produktion auf noch höheren Touren, nachdem sich die Auslieferung des guten Stücks coronabedingt zunächst ein wenig verzögert hatte. Und auch wenn Bankberater René Sternkopf in Sachen Bier nur bedingt fachkundig ist, bekam er zur Feier des Tages eine kleine Kostprobe vom „Winter-Bock“. Schließlich möchte er gern wissen, was er da finanziert.

    Damit zurück zu „Bock auf GaragenBier?“

    Eines steht fest: Alle Biere aus dem Heimathafen sollte man unbedingt mal probiert haben. Die Reihenfolge ist dabei eigentlich egal. Aber wer mit GaBi anfängt, macht auf jeden Fall alles richtig. Denn mit GaBi, dem Garagen-Bier, hat auch Jan Schlennstedt angefangen – in einem 20-Liter-Brautopf in der Garage seiner Schwiegereltern. Und spätestens wenn man nach EgOn, JaCk, Marie-Johanna und einem echten Erfurter Urbier noch Bock hat, dann weiß man, was gut schmeckt.

    Das Geheimnis, das in all seinen Bieren steckt, verrät Jan Schlennstedt ganz zum Schluss: „Steckst du Liebe rein, dann kommt auch Liebe raus.“ Wir lieben unseren regionalen Erfurter Heimathafen.