Nachhaltige Produkte made in Apolda

    Langfristig erfolgreich mit Weitblick

    30 Jahre nach der „Wende“ – das heißt für viele Unternehmen aus den neuen Bundesländern auch: 30. Firmenjubiläum. Aber nicht alle sind in diesen drei Dekaden auch stets mit der Zeit gegangen. Der Familienbetrieb Integral aus Apolda ist ein gutes Beispiel dafür, dass man mit Innovation und Weitblick ein gesundes und krisensicheres Unternehmen aufbauen kann.

    Der Weitblick spiegelt sich in gewisser Weise sogar in der Produktwelt wider, denn Integral stellt neben Türen und Beschattungsanlagen vor allem Fenster her. Prokurist Mario Pocher weiß, wie wichtig Innovation auch in seiner Branche ist. Die Technik, die hinter den Produkten von Integral steckt, hat sich in den vergangenen 30 Jahren erheblich weiterentwickelt. Ein großer Innovationstreiber ist der Klimawandel, aus dem immer strengere energetische Vorgaben resultieren. Gleichzeitig werden die Produkte immer effizienter produziert, was den Materialeinsatz optimiert.

    Der Weitblick spiegelt sich in gewisser Weise sogar in der Produktwelt wider, denn Integral stellt neben Türen und Beschattungsanlagen vor allem Fenster her. Prokurist Mario Pocher weiß, wie wichtig Innovation auch in seiner Branche ist. Die Technik, die hinter den Produkten von Integral steckt, hat sich in den vergangenen 30 Jahren erheblich weiterentwickelt. Ein großer Innovationstreiber ist der Klimawandel, aus dem immer strengere energetische Vorgaben resultieren. Gleichzeitig werden die Produkte immer effizienter produziert, was den Materialeinsatz optimiert.

    CO2 einsparen und nachhaltige Rohstoffe anbieten

    Auch dies ist ein wichtiger Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekt, dem man sich bei Integral intensiv widmet. Die hergestellten Fenster und Türen bestehen zum Teil aus Material von alten, recycelten Fenstern. Nach dem Ausbau wurden diese in einem Spezialbetrieb zerkleinert und die verschiedenen Werkstoffe technisch getrennt, um daraus neue Kunststoffteile herzustellen. Die vormals äußere Verkleidung der Fenster wird damit ohne Qualitätsverlust in der nächsten Generation als Innenmaterial verwendet.

    An diesem Rohstoffkreislauf beteiligt sich Integral seit nunmehr drei Jahren sehr erfolgreich. Pro Jahr entstand bisher im Schnitt eine Einsparung von rund 90 t CO2.

    Aber nicht nur für das Unternehmen, sondern auch für die Kunden spielen ökologische Faktoren eine wesentliche Rolle. Viele von ihnen entscheiden sich inzwischen ganz bewusst für umweltverträgliche Materialien und eine umweltschonende Herstellung. Hierbei sind sie durchaus bereit, etwas tiefer in die Tasche zu greifen, wenn sie wissen, dass sie damit wertvolle Rohstoffe für künftige Generationen schonen.

    Die Themen Innovation und Weitblick lohnen sich also für Integral in vielerlei Hinsicht: bei der Produktgestaltung und Kundenbindung, aber auch bei der langfristigen Planung des Geschäftsbetriebes. Denn einer der kritischsten Punkte im Lebenszyklus eines Unternehmens ist für gewöhnlich die Nachfolge der Geschäftsführung.

    Integral

    Die Übergabe des Staffelstabes leicht gemacht

    Auch hier haben die beiden Gründer Jörg Kaiser und Torsten Putze ihre „Innovationen“ sehr langfristig geplant. Mario Pocher kommt ursprünglich aus dem Gesundheitswesen und hatte nebenberuflich den Master in Wirtschaft und Recht erlangt. Er verantwortet das Management sowie das Marketing mit und ist seit 3 Jahren Prokurist. Über die Familie ist er in das Unternehmen gekommen, das er künftig zusammen mit seinem Cousin leiten wird. Denn auch Franz Kaiser gehört zur zweiten Generation der Integral-Familie. Der gelernte Tischler hat auch seit 3 Jahren Prokura und kümmert sich als gelernter Tischler vor allem um das Handwerkliche und den Vertrieb.

    Beide übernehmen nun sukzessive immer mehr Aufgaben von den beiden Gründern Jörg Kaiser und Torsten Putze, die ihre Unternehmensnachfolge langfristig angelegt haben.

    Während viele Unternehmen genau an dieser Schwelle scheitern, lassen sich die beiden Gründer ausreichend Zeit für einen sicheren und geordneten Übergang. „Vom ersten Gespräch bei einem Bier bis zur Übernahme der Prokura sind etwa drei Jahre vergangen“, erinnert sich Mario Pocher. Bis zur endgültigen Übergabe des Staffelstabes lassen sich alle Beteiligten Zeit, sodass die jüngere Generation noch möglichst langfristig von der Erfahrung Jörg Kaiser und Torsten Putze profitieren kann.

    Ausbildung wichtige Säule

    Etwas schwieriger ist die Lage beim Mitarbeiternachwuchs. Um langfristig erfolgreich arbeiten zu können, brauchen die rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig „Nachwuchs“. Die Bewerberzahlen – und damit auch die Auswahl ­– sind jedoch seit Jahren rückläufig. Dabei bietet Integral eine gute Perspektive in einem krisenfesten Betrieb. Gebaut wird schließlich immer.

    „Ein bis zwei Auszubildende pro Jahr sind für uns eine gute Investition in die Zukunft“, sagt Mario Pocher. „Wir bilden gern aus, denn somit lernen die Azubis unsere innerbetrieblichen Abläufe von der Pike auf. So können wir sie optimal integrieren und ihnen damit einen langfristigen Arbeitsplatz bieten. Das hilft uns und am Ende auch der Region. Darauf legen wir großen Wert.“

    Regionale Zusammenarbeit wird großgeschrieben

    Einen wichtigen Beitrag zur Stabilität der Region leistet Integral auch durch seine Geschäftspartner. Die Zulieferer des Unternehmens kommen fast ausschließlich aus Deutschland, die meisten sogar direkt aus der Region. Dadurch fallen die Transportwege kurz aus, was zusätzlich noch die Kosten drückt und der Umwelt zu Gute kommt. Vor allem tragen damit aber alle Beteiligten dazu bei, dass Thüringen und das Weimarer Land wirtschaftlich stark bleiben und den Einwohnern ein lebenswertes Zuhause bieten.

    Auch beim Bau der neuen Fenster- und Türenwelt hat Integral maßgeblich mit regionalen Firmen zusammengearbeitet. Nun können hier die Kunden, zumeist die privaten Häuslebauer, aber auch Architekten und Bauträger, nach Herzenslust durch die riesige Auswahl an Mustern stöbern, während die Fertigung der Produkte am ursprünglichen Unternehmenssitz, ebenfalls in Apolda, stattfindet. Und auch dort sollen künftig umweltbewusste LED-Leuchten mehr Licht in die Produktion bringen.

    In die regionale Wertschöpfungskette integriert sich die Sparkasse Mittelthüringen optimal. Die neue Ausstellungsfläche hat Integral zusammen mit der Sparkasse finanziert. Erste Ansprechpartnerin bei der Sparkasse ist Monika Büter, die zahlreiche Firmenkunden im Weimarer Land betreut. Sie begleitet viele Unternehmen aus der Region schon seit vielen Jahren und kann dadurch auch immer wieder Kontakte vermitteln. Denn auch wenn Kredite und der Zahlungsverkehr das Hauptgeschäft der Sparkasse im Firmenkundenbereich sind, sind es doch in der persönlichen Beratung meistens solche Informationen und Hinweise, die für Unternehmer letztendlich am profitabelsten sind. Und der Gewinner ist am Ende: die gesamte Region Mittelthüringen.